Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Rundschreiben möchten wir die diesjährige Jahrestagung der DGFDT formell ankündigen und Sie zur Teilnahme einladen.
Hinsichtlich der Terminierung war aus den Kreisen der Mitglieder der Wunsch an den Vorstand herangetragen worden, die Tagung erstmals seit 40 Jahren deutlich vorzuverlegen. Auf diese Art und Weise sollte die unglückliche Terminkollision mit der neuerdings – ohne Abstimmung – zeitgleich abgehaltenen DGI-Jahrestagung vermieden werden. Wir hatten uns daher geeinigt, als Klügere nachzugeben und unter vorläufiger Beibehaltung des Tagungsortes Bad Homburg die Jahrestagung 2009 auf das Ende des sonnigen Septembers zu verlegen. Die Räume in Bad Homburg sowohl im Kongressbereich der Stadt bzw. im Hotel Maritim waren hierfür ebenso angemietet wie auch die Räume im Bad Homburger Schloss für die Kongressparty „Rock the joints“ am Freitagabend; den Termin hatten wir auch auf der DGFDT-Website komuniziert.
Zu unserer Überraschung und Verärgerung teilte uns dann allerdings das Maritim Kongresshotel mit, unser preisgünstiges Zimmerkontingent müsse auf 80 Zimmer (bei 450 Tagungsteilnehmern) beschränkt bleiben, weil zu dieser Zeit im nahe gelegenen Frankfurt die Internationale Automobilausstellung IAA stattfindet. Da im Vorstand der DGFDT keine Autonarren vertreten sind, war uns dieses Datum nicht geläufig, und auch das Maritim hat es nicht für erforderlich gehalten, uns auf diese Terminkollision hinzuweisen. Leider sind auch in anderen Hotels in Bad Homburg an jenem Wochenende die Zimmerpreise generell verdoppelt. Daher haben wir uns im Sinne unserer Mitglieder für die der Verlegung entschieden — mussten wir aber feststellen, dass der angestammte Tagungstermin Ende November nunmehr vergeben war, ebenso das Wochenende davor. Infolge der Wirtschaftskrise ist nun aber das Folgewochenende freigeworden. Daher haben wir diesen Termin gewählt und freuen uns besonders, dass 2009 auch die DGI den Termin ihrer Jahrestagung verlegt hat. (Die Ironie der Geschichte will es, dass die DGI 2009 Ihren Termin genau auf jenes Wochenende verlegt hat, auf das wir ausweichen wollten.) Insofern freuen wir uns alle, dass unsere Mitglieder nunmehr an beiden Jahrestagungen teilnehmen können, und dass wir uns erneut im adventlichen Bad Homburg treffen werden!
Für die diesjährige Tagung haben wir das Generalthema „computerunterstützte Funktionsdiagnostik und –therapie“ gewählt. Dabei bezieht sich die „Computerunterstützung“ nicht allein auf elektronische Messgeräte, die bei ehemals mechanischen Messgeräten den Messvorgang elektronisch verfeinern. Weit darüber hinaus bilden in verschiedensten Einsatzbereichen computerunterstützte Mess- und Auswertungsverfahren mittlerweile die Grundlage des fachlichen Fortschrittes im Bereich der Diagnostik und Therapie craniomandibulärer Dysfunktionen — am ehesten vergleichbar mit der computeruntertützten Auswertung von Elektrokardiogrammen. Das Thema spiegelt mithin einen der Hauptfortschritte in der Funktionsdiagnostik und –therapie wider.
Im Rahmen der positiven Entwicklung der Fachgesellschaft haben wir uns entschieden, vermehrt Hauptreferenten aus dem Ausland einzuladen — nach Möglichkeit solche, die ihre Vorträge in deutscher Sprache halten können! Es ist uns vor diesem Hintergrund eine besondere Freude und Ehre, Prof. Dr. Luigi Gallo aus der Universität Zürich ankündigen zu können: Prof. Gallo gehört zu den führenden Grundlagenforschern im Bereich der Diagnostik craniomandibulärer Dysfunktionen und hat in den vergangenen Jahren Aufsehen erregt und Anerkennung erworben durch seine Forschungen zur computergestützten Vermessung der Unterkieferposition in Abhängigkeit vom Therapieverlauf. Über diese Forschung und Ihre Ergebnisse wird Prof. Gallo, Zürich daher sowohl im Rahmen seines Hauptvortrages berichten und vertiefende Informationen im Rahmen eines Seminars am Sonnabendnachmittag vermitteln.
Einen weiteren Hauptvortrag wird Prof. Dr. Holger A. Jakstat, Universität Leipzig halten: Prof. Jakstat gehörte zu den ersten Anwendern elektronischer Messgeräte zur Bestimmung der Kieferposition wie auch der Bewegungsaufzeichnung des Unterkiefers überhaupt. Darüber hinaus ist er vielen Kollegen ein Begriff durch seine verschiedenen Entwicklungen zur Erfassung klinischer Funktionsbefunde, deren computer-assisitierte Auswertung und die darauf beruhende computer-assistierte Therapieplanung. Entsprechende Publikationen sind stufenweise publiziert, unter anderem im International Journal of Computerized Dentistry.
Ein Highlight der letztjährigen Jahrestagung bildete das neue „Physiotherapie-Forum“. Wir werden diese so erfolgreich begonnene Tradition daher nicht nur fortsetzen, sondern auch in der Auswahl der Hauptreferenten abbilden. Einen dritten Hauptvortrag wird daher Herr Prof. Dr. Smolenski, Universität Jena, halten, einer der wenigen ausgewiesenen universitären Spezialisten für manuelle Medizin und darüber hinaus ein seit Jahrzehnten in diesem Bereich klinisch tätiger „Praktiker“.
Einen Überblick über die verschiedenen Hauptreferate und ihre Titel, vor allem aber auch über die zusätzlich angebotenen Praxisseminare bietet das beigefügte Informationsblatt.
In dessen Ergänzung möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass nunmehr die Anmeldung zur Jahrestagung über die weiterentwickelte Webseite der DGFDT möglich ist (www.dgfdt.de). Auch die Kolleginnen und Kollegen, die eigene Beiträge auf der Jahrestagung vorstellen möchten, können diese jetzt über die Webseite einstellen (www.dgfdt.de, -> Tagung -> Vortragsanmeldung).
Besonders ermutigen möchten wir in diesem Zusammenhang die Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen unter den Mitgliedern, eigene Beiträge zum Physiotherapie-Forum anzumelden. Die Startveranstaltung im letzten Jahr hatten wir 2008 allein mit eingeladenen Referenten bestritten. Ab diesem Jahr ist bewußt ausreichend Zeit für freie Vorträge anderer engagierter Physiotherapeut(inn)en. Die zahnärztlichen Kolleginnen und Kollegen möchten wir in diesem Zusammenhang auffordern, mit ihnen zusammenarbeitende Physiotherapeuten zur Teilnahme an der Tagung anzuhalten bzw. zur Vorstellung eigener Beiträge anzuregen.
Die Anzahl der Plätze bei der Kongressparty „Rock the joints“ haben wir im Rahmen der im Bad Homburger Schloß gegebenen räumlichen Möglichkeiten nochmals erhöht. Da in den Vorjahren die verfügbaren Plätze immer schneller ausgebucht waren, und die „Dysfunctional Elements“ erneut auftreten werden, möchten wir Ihnen auf diesem Wege den Tipp geben, sich rechtzeitig zur Kongreßparty anzumelden. Auch hierfür nutzen Sie bitte die Webseite.
Um den extrem günstigen Preis der Jahrestagung aufrechterhalten zu können, wickeln wir die ganze Tagung ehrenamtlich ab. Dies erfordert eine Anmeldung allein über die Website.
Unsere neue Geschäftsstelle der DGFDT ist in den Räumen der DGZMK in Düsseldorf. Frau Aufmwasser (Tel.: 0211-61019810) sowie Frau Schatten (Tel.: 0211-61019821) können Ihnen bei Bedarf Hilfestellung geben.
Ein Wort noch zur neuen Mitgliederzeitschrift der DGFDT, dem Journal of Craniomadibular Function – Zeitschrift für craniomandibuläre Funktion: Die Zeitschrift war auf beinahe einstimmige Entscheidung der Mitgliederversammlung als Mitgliederzeitschrift der DGFDT gegründet worden. Grundlage dieser Entscheidung war ein extra für die Jahrestagung gedrucktes und rechtzeitig ausgeliefertes Probeheft. Auf Grundlage dieses Probeheftes wurde Anfang des Jahres nunmehr die entsprechend erweiterte erste Ausgabe des Journals an alle Mitglieder ausgeliefert und der mit der zweisprachigen Herstellung der Zeitschrift verbundene Jahresbeitrag über die DGZMK eingezogen. Mittlerweile arbeitet die Redaktion an der Fertigstellung der zweiten Ausgabe und hat die für die dritte Ausgabe eingereichten Beiträge an die Fachgutachter übersandt. Wir freuen uns über das rege Interesse an der Zeitschrift und insbesondere über die verschiedenen Einsendungen aus dem Bereich Physiotherapie/Orthopädie.
Derzeit noch unterrepräsentiert sind allerdings die Einsendungen niedergelassener Kollegen. Genau diese hatten im Rahmen der Jahrestagung befürchtet, ihre Beiträge würden im Zweifelsfall durch eine vermeintliche „universitäre Übermacht“ verdrängt. Tatsächlich mangelt es an Einsendungen gerade aus dem Kreis der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen.
Dies ist insofern betrüblich, als wir die Zeitschrift gerade deshalb gegründet hatten, um auch diesen engagierten Kolleginnen und Kollegen den Zugang zu internationalen hochwertigen Publikationen zu ermöglichen. Wir möchten daher dieses Rundschreiben nutzen, um Sie noch einmal dazu zu ermuntern, Beiträge einzusenden und somit diese Möglichkeiten auch zu nutzen – zum Wohle des Faches, aber auch zum Wohle unserer Praxen!
Wir freuen uns schon jetzt auf die Jahrestagung im Herbst und verbleiben mit freundlichen Grüßen aus Berlin, Hamburg und Rostock, wo Prof. Dr. P. Ottl den Ruf auf die Professur für zahnärztliche Prothetik angenommen hat.